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Auszüge aus unserem umfangreichen Angebot
Das von uns angebotene Werk von Gotthard Kuehl ist ein bedeutendes Hauptwerk des deutschen Impressionismus. Erst kürzlich wurde es in der Kunsthalle Bielefeld gezeigt, anlässlich der Ausstellung „Der Deutsche Impressionismus“ (22.11.2009 – 28.02.2010). Dort wurde Kuehl als letzter Schüler Ludwig Richters als Meister des genreartig inszenierten, lichtdurchfluteten Innenraums vorgestellt. Gotthard Kuehls Interieurmotive umfassen sowohl die bürgerliche Wohnungsidylle und das Studierzimmer als auch eine Braudiele in Lübeck sowie spätbarocke Kirchenräume.
Max Thedy, einer der bedeutendsten Vertreter der Weimarer Malerschule, ist mit zwei außergewöhnlichen Supraporten Die Schätze einer Dame und Die Sammlung eines Herrn vertreten. Beide Werke, die um 1880 entstanden sein durften, wurden anlässlich einer Personalausstellung von Max Thedy im Stadtmuseum Weimar ausführlich beschrieben.
Der herausragende Münchner Maler Walter Firle ist mit einem Schlüsselwerk vertreten. Sein erstes großes Bild Morgenandacht in einem holländischen Waisenhause entstand nach einer Reise in die Niederlande. Das Studium der alten niederländischen Meister war für Firles weitere künstlerische Entwicklung ausschlaggebend. Das Gemälde Die Sonntagsschule vollendete er nur wenig später. Firles Werke zeigen neben religiösen Darstellungen zahlreiche Porträts des Adels seiner Zeit. Der 1890 zum königlichen Professor berufene Maler studierte an der Münchner Akademie.
Die Frau in der grünen Jacke von Werner Tübke.
Die Frau blickt dem Betrachter ins Gesicht. Ihr Blick ist mild, fast schüchtern und doch direkt. Fast könnte auf sie eine Grimm'sche Beschreibung passen: weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz. Ihre Haare sind hochgesteckt und ein paar Locken fallen ihr auf die Stirn. Man muss zweimal hinschauen, um zu erkennen, dass sie lächelt. Nur angedeutet, verleiht der rot betonte Mund ihrer Mimik etwas Geheimnisvolles. Verstärkt wird dieser Effekt durch Schatten auf ihrer rechten Wange. Auch ihre Augen liegen im Halbdunkel, nur ihr Blick zieht den Betrachter in den Bann. Sie steht in aufrechter Haltung, eine Schulter dem Betrachter zugewandt. Die Hände hält sie in entspannter Haltung vor den Bauch. Ihre Kleidung ist klassisch, jedoch nicht folkloristisch. Die Jacke ist verziert, schimmert smaragdgrün, zieht das Licht an und bildet so das Zentrum des Bildes. Dieses erinnert in seiner Lichtsetzung und Farbnuancen an das Gemälde von Monet "Camille im grünen Kleid".
Der Hintergrund im Bild bleibt rätselhaft. Handelt es sich um eine Mauer oder um einen changierenden Stoff? Der Maler bleibt bei der Auswahl der Farben bescheiden, um die Strahlkraft seiner Frau in der grünen Jacke hervorzuheben.
Dieses Bildnis einer jungen Frau malte einer der Begründer der alten Leipziger Schule. Es zeigt die erste Frau von Werner Tübke, Anneliese Tübke, im Alter von 30 Jahren, im Jahr 1956. Sie wurde von einem Mann porträtiert, der es mit Leichtigkeit verstand, zwischen ikonenhafter Malerei, Expressionismus und Renaissance die Malstile zu wechseln. Hier dominiert ein impressionistischer Stil.
Mit diesem Gemälde erwirbt man eines der privatesten Bilder Werner Tübkes, der vor allem durch Arbeiten, wie dem Panorama zu den Bauernkriegen "Frühbürgerliche Revolution in Deutschland", in Bad Frankenhausen, bekannt wurde.
Werner Tübke wurde 1929 in Schönebeck an der Elbe geboren. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Zu Beginn der siebziger Jahre avancierte Tübke zu einem geschätzten internationalen Künstler und erhielt zahlreiche Preise. 1976 bekam er den Auftrag der Gedenkstätte Bad Frankenhausen. 1977 nahm er an der Documenta 6 teil und gewann dort den Hauptpreis der Triennale sozialistischer Länder. 1985 erhielt Tübke den Ehrendoktortitel der Stadt Leipzig. In den neunziger Jahren entwarf er ein achtteiliges Bühnenbild und Kostüme für die "Freischütz"-Inszenierung an der Bonner Oper. Der Maler und Zeichner Werner Tübke verstarb im Jahr 2004 in Leipzig. Quelle:Text von Linda Waitz
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